TCM – Traditionelle Chinesische Medizin

Die Säulen der chinesischen Behandlung gründen sich auf der chinesischen Lebensführung und Ernährungstherapie sowie im Krankheitsfall verstärkt der chinesischen Arzneimitteltherapie, Akupunktur (Laser Akupunktur) und Moxibustion sowie CMT und dem medizinischen Qi Gong.

Es gibt für eine Krankheit viele therapeutische Möglichkeiten. Das Geheimnis eines großen Therapeuten ist es jedoch die richtige Behandlungsmethode zu wählen 

 

CMT – chinesische manuelle Therapie und Moxibustion

Die CMT ist ein Überbegriff für alle therapeutischen Methoden, bei denen Erkrankungen lediglich durch Benutzung der Hände des Therapeuten behandelt werden.

Darunter fallen die Tui Na - Therapie, die An Mo - Massagen und auch das Gua Sha - Schabemethode und die Zou Guan Fa - Schröpfmassagen.

 

Tuina - Therapie

Tui Na bedeutet schieben und greifen. Nach Erstellung eines chinesischen Befunds (am besten durch einen TCM-Arzt) kann diese Behandlungsserie in 6er oder 10er Paketen gestartet werden. Ich empfehle Ihnen gerne einen TCM Arzt.

Ebenso wie die Akupunktur orientieren sich die Tuina Therapie an den „Energieleitbahnen“ und hat dadurch die Möglichkeit, durch Behandlung verschiedener Punkte und Körperareale Einfluss auf die Funktionsstörungen im Inneren des Körpers zu nehmen.

Die Tuina-Therapie beinhaltet Elemente der Bindegewebsmassage, Reflexzonenmassage, Akupressur, der Periost-Massage sowie der Chirotherapie.

Durch Ausübung milder bis starker Kräfte auf erkrankten Körpergebieten oder Akupunktur- punkten werden Verklebungen gelöst. Die Auswirkungen von Brüchen und Dislokationen gelindert, Schmerz oder Krämpfe erleichtert, Muskeln und Sehnen entspannt, Meridiane deblockiert, die Blutzirkulation gestärkt, der Fluss der Lebensenergie Qi und die Funktion der inneren Organe und des Nervensystems reguliert.

 

An Mo - Massage

An Mo bedeutet drücken und reiben. Diese Massage Therapie basiert auf dem genauen Wissen der Anatomie sowie der  Meridiane und deren Zusammenspiel.

Der Klient wird zumeist durch ein dünnes Tuch hindurch behandelt, da die Griffe zum Teil starke Reibungswärme erzeugen können. Neben den Fingern werden zum Teil auch die Ellbogen eingesetzt.

Das Wirkspektrum:

·        verbesserte Durchblutung von Haut, Muskeln und Organen

·        verbesserte Atmung

·        verbesserte Mobilität

·        verbesserter Stoffwechsel der Gelenke, Organe, Muskeln, Nerven und Haut

·        Regulierung der Verdauungsfunktionen

·        Schmerzlinderung durch erhöhen der Reizschwelle

·        Unterstützung des Lymphrückflusses

Kontraindikation:

o       Akute Infektionserkrankung

o       Knochenbrüche, offenen Wunden, Verbrennungen

o       Starke Osteoporose

o       Akute Herz- und Gehirngefäß-Erkrankungen

o       Perforation im Magen Darm Trakt

 

Gua Sha - Schaben

Gua Sha ist eine Therapieform, die in China sowohl in Kliniken als auch in der Volksmedizin große Beliebtheit findet. Im Westen gilt sie als Geheimtipp. Einfach formuliert ist es die Schabemethode, bei der Mittels Schaber die Haut durch reiben und ziehen solange gereizt wird bis sich einen Rötung zeigt. Die resultierenden Rötungen, Hämatome und Petechien dienen nicht nur der Ableitung über die Haut sondern auch der Diagnostik.            

Anschließend sollte man direkte Sonneneinstrahlung sowie starke thermische Reize meiden.

Wirkspektrum:

·        durchblutungsfördernd

·        entspannend

·        schmerzlindernd

·        Stoffwechsel aktivierend

·        Harmonisierung des Qi Flusses

·        Anregung der Hautausscheidung / - funktion

·        Ableitung von Toxinen über die Haut

·        Anregung der Inneren Organe über: Akupunkturpunkte, Headsche Zonen, Reflexzonen, Cuti-Visceraler Reflexbogen, Osteo-Visceraler Reflexbogen

·        Eigenbluttherapie, aufgrund der Hämatome und Petechien

·        unspezifische Immunstimulierung

Indikationen:

·        Schmerzen

·        Neuralgien

·        Bewegungseinschränkungen

·        Revitalisierung

·        Sportmedizin

·        Posttraumatische Zustände

·        Immunstimulierung

·        Erkältungskrankheiten

Kontraindikationen:

o       Blutungsneigung

o       starke Veränderungen des Blutbildes

o       Hautveränderungen

o       fortgeschrittene Infektionserkrankungen

o       Schwangerschaft

o       ausgeprägte Bindegewebsschwäche

o       nüchterner Zustand, d.h. Patienten sollten vor der Therapie etwas gegessen haben

 

Zou Guan Fa - Schröpfmassage

 

Anwendung (Quelle: naturmedizin.de)

Die Schröpfmassage wird in der naturheilkundlichen Praxis zum Ausleiten von Giftstoffen und zur Entspannung von Muskeln genutzt. In der kosmetischen Praxis wird der Einsatz noch erweitert, zur gezielten Bearbeitung des Fettgewebes, Aktivierung des Stoffwechsels und ebenfalls zur Anregung der Entschlackung.

Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Als erstes wird ein Öl oder Spezialgel auf die Haut aufgetragen, das die Gleitfähigkeit der Schröpfgläser ermöglicht, dann werden die Schröpfgläser unter herausdrücken der Luft auf die Haut gesetzt, wo diese sich dann ansaugen.
In dem Schröpfglas bildet sich ein Vakuum , welches einen Druck erzeugt, der bis ins Unterhautfettgewebe reicht. Somit ist es möglich die dort liegenden Fettzellen direkt zu bearbeiten.
Der zweite Schritt ist eine Lymphdrainage des zu behandelnen Gebietes, mittels des Schröpfglases. Mit geringem Druck und langsamen Ausstreichungen wird das Gewebe entstaut. Danach erfolgt die Bearbeitung der Fettzellen, Straffung des Gewebes und Aktivierung des Zellstoffwechsels. Dieses wird mit höherem Druck und mit schnelleren, streichenden und kreisenden Bewegungen durchgeführt.
Zum Abschluß werden noch ein paar entlymphende Streichungen gemacht, um die gelösten Giftstoffe zu den Lymphknoten zu transportieren, wo sie dann vom Körper abgebaut werden.

Anwendungsmöglichkeiten der Schröpfmassage                                                                   

 Zur Vorbeugung und Behandlung von Zellulite und »Reiterhosen«.
Zellulite (auch Orangenhaut genannt) entsteht durch »aufgeblähte« Fettzellen, die durch Wasser- und Schlackeeinlagerungen eine Übergröße angenommen haben. Durch die Vakuummassage können die Fettzellen intensiv bearbeitet werden, der Austritt von Zelleinlagerungen wird erleichtert und die Fettverbrennung wird angeregt.
Straffung des Bindegewebes und Behandlung von Striae ("Schwangerschaftsstreifen").
Die Massage aktiviert den Stoffwechsel in den Fibroblasten (Bindegewebszellen), sie produzieren dann mit Hilfe von Enzymen vermehrt Collagen und Elastin, beides Stoffe die für die Spannkraft und Elastizität verantwortlich sind.
Entspannen der Muskulatur im Schulter-Nacken- und Rückenbereich
Durch die Schröpfmassage wird die Durchblutung des Gewebes erhöht, dieses führt zu einer Erwärmung und Lockerung des Muskels. Auch an dauerhaft verspannte Muskeln können gezielte Reize gesetzt werden die den Muskel wieder entspannen lassen.

Kontraindikationen:

o       akute Niereninsuffiziens

o       Thrombophlebitis

o       schwere Varikose

o       entzündliche Dermatosen

o       Erkrankungen mit Blutungsneigung

o       akute Entzündungen des betreffenden Hautgebietes

 

Moxibustion - Wärmepunktur

Die Moxa Therapie ist vermutlich aus der Mongolei nach China gekommen. Sie wird sowohl vom Therapeuten als auch als Hausmittel (nach vorheriger Anleitung) genutzt.

Wärme ist lebensnotwendig und ein Mangel führt zu einem Ungleichgewicht von Yin und Yang, die wieder unterschiedliche Probleme  mit sich ziehen. So kam man auf diese wunderbare Therapie die die Kraft des Beifusskrautes zur gezielten Stimulation der Energiepunkte nutzt. Neben den ätherischen Ölen sind es die Baumharze, Vitamine und Mineralien die dieses Kraut für diese Art von Therapie so wertvoll machen.

Die Moxa Therapie wird hier mit Moxa Kohle durchgeführt die über der Haut abgebrannt wird, was zu einer angenehmen Durchwärmung des Körpers führt. Hilfsmittel wie die Moxa Pfeife und diverse Zwischenlagen finden ebenfalls Verwendung.

Wirkspektrum:

·  durchblutungsfördernd

·  Stoffwechsel aktivierend

·  Anregung der Inneren Organe über: Akupunkturpunkte, Headsche Zonen, Reflexzonen, Cuti-Visceraler Reflexbogen, Osteo-Visceraler Reflexbogen

·  Verbesserung der Fließeigenschaft des Blutes

·  Anregung der Körperabwehr

·  günstig bei Entzündungsprozessen durch Verschiebung des pH-Wertes im Gewebe ins Alkalische hin.

·  desinfizierend und Bakterien tötend

·  beruhigend; wirkt auf Nervenfunktionen regulierend

Sie sollten weder hungrig noch übersättigt, nicht durstig und auch nicht übermüdet zur Moxa Therapie kommen.

Soft-Laser Therapie, Laserakupunktur, Ohrakupunktur - Aurikulomedizin

Die Aurikulomedizin (von lateinisch auris = Ohr) ist ein relativ junges Teilgebiet der ganzheitlichen Medizin, das sich in den letzten Jahrzehnten als besonders wirksam und effizient in der Diagnostik sowie in der Therapie etabliert hat.

Obwohl schon in der chinesischen Medizin von Akupunkturbehandlungen des Ohrs die Rede ist, hat sich die eigentliche Aurikulomedizin in Europa entwickelt. In den 1950er Jahren erkannte der französische Arzt Dr. Paul Nogier, dass sich über die Reizung bestimmter Punkte im Ohr der ganze Organismus behandeln lässt. Das war die Geburtsstunde der Ohrakupunktur.

Ein Schüler Nogiers, der deutsche Arzt Prof. h.c. mult. / China Dr. med. Frank R. Bahr hat die Therapie nach Nogier weiterentwickelt. So erforschte und erarbeitete er die Verbindung zwischen der klassischen chinesischen Körperakupunktur und der Ohr-Akupunktur nach Nogier. Darüber hinaus erweiterte er die Behandlungsmöglichkeiten der Ohrakupunktur insbesondere bei der Suche / Therapie nach Störherden bzw. Störfeldern, also verborgenen, mit schulmedizinischer Diagnostik bislang meist nicht erkennbaren chronischen Krankheitsprozessen. Er förderte maßgeblich moderne Verfahren wie die Laserakupunktur, die sich hervorragend für die Diagnostik und Therapie von Akupunkturpunkten eignet.

Ohrakupunktur, Störherddiagnostik und –behandlung sowie die Laserakupunktur sind die „Standbeine“ der Aurikulomedizin – einer innovativen Medizin, mit deren Hilfe sich Störungen, Beschwerden und Erkrankungen effektiv und nebenwirkungsfrei behandeln lassen.

Der besondere Vorteil der Ohr-Akupunktur: Sie wirkt verblüffend schnell, oft sogar noch schneller als die klassische Akupunktur. Sie stellt somit ein hoch effektives therapeutisches Reflexverfahren dar, das bei allen akuten Störungen und Schmerzen, aber auch bei chronischen, langjährigen Beschwerdekomplexen eingesetzt kann.

Es reichen dann im Allgemeinen einige wenige Behandlungen aus. Nicht selten kann man bereits bei der 1. Therapiesitzung so genannte Sekundenphänomene, also sofortige Beschwerdefreiheit, beobachten. Falls die Schmerzen trotz wiederholter Behandlung immer wieder auftreten, ist eine eingehende Ohr-Akupunktur-Diagnostik mit Klärung von eventuellen Störherden und Belastungen sowie Beseitigung dieser Prozesse durch Ohr-Akupunktur bzw. gegebenenfalls Laserakupunktur möglich. Dadurch wird die Blockierung der Selbstheilungskräfte aufgehoben und Heilung möglich.

Die Laserakupunktur bietet eine völlig schmerzfreie Alternative zur Nadelakupunktur und eignet sich daher ganz besonders gut für die Ohrakupunktur. Denn die Erfahrung zeigt,  dass nicht wenige Patienten negativ auf die Vorstellung reagieren, im Kopfbereich „gestochen“ zu werden. Statt mit Nadeln werden die entsprechenden Punkte mit einem Laserstrahl (niedrige Leistungsdichte, roter oder infraroter Bereich) stimuliert. Die Wirkung wurde in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen (unter anderem von Prof. Dr. G. Litscher).

Eine positive „Nebenwirkung“ der Laserbehandlung: Der Laser übt einen nachweisbar heilenden Einfluss auf das Gewebe, insbesondere bei Entzündungen, aus.

Wichtig: Die Laserbehandlung eignet sich nicht nur für die Ohrakupunktur. Sie wird auch in der klassischen Akupunktur eingesetzt, zum Beispiel bei hypersensiblen Patienten, Kindern und zur Flächenbestrahlung. (Quelle Deutsche Akademie für Akupunktur)

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